Luminar 3 Startscreen

Viele kennen Lightroom/Photoshop von Adobe und auch Capture One als eines der teuersten RAW-Converter ist vielen ein Begriff. Luminar hingegen ist noch ein recht neues Tool mit viel Potential. In diesem Artikel möchte ich euch das Tool vorstellen.

Geschichte von Luminar

Luminar ist von der Firma Skylum (vormals Macphun) und kommt ursprünglich aus dem Apple-Lager. Im November 2016 wurde die erste Version veröffentlicht. Einen großen Sprung machte das Tool im Jahr 2017 mit der Version 2018. Seit dem ist das Tool auch mit Windows kompatibel. Ab der Version 3 (nachfolger der Version 2018), welche Ende 2018 veröffentlich wurde, wird auch eine Bildverwaltungsfunktion zur Verfügung gestellt. Mit Luminar 3 werden somit ein großteil der Features von Adobe Lightroom abgedeckt.

Was ich so besonders finde

Es geht ums Geld

Natürlich spielt Geld immer eine große Rolle und so ist der erste große Vorteil von Luminar das es (aktuell) sehr günstig ist im Vergleich zu vielen anderen RAW-Entwicklungs-Tools. Für 69€ (Stand 22.03.2019) erhaltet ihr ein wirklich umfangreiches Paket ohne Abo und mit kostenlosen Updates bis Ende 2019.

Photoshop- und Lightroom-Funktionen in einem Tool

Was mich an den Adobe-Tools immer schon gestört hat ist, dass man für die Bildbearbeitung in Ebenen und das selektive Arbeiten (mit ein paar Ausnahmen) immer zwischen Photoshop und Lightroom hin- und herwechseln muss. Dies entfällt in Luminar komplett. Das Ebenenkonzept ist sehr gut umgesetzt und die Verwendung von Filtern, die man dynamisch hinzu und abwählen kann ist auch sehr Anwenderfreundlich. (Interessanterweise geht Lightroom solangsam auch in die Richtung. Möglicherweise hat man da beim Mitbewerber genau hingeschaut! 😉 )

Bildverwaltung

Die Bildverwaltung ist (aus meiner Sicht) optisch deutlich ansprechender als die „Kacheloberfälche“ von Lightroom. Irgendwie wirkt alles viel aufgeräumter. Natürlich liegt dies sicherlich auch noch daran, dass viele Funktionen in der Bildverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch fehlen (aber bereits angekündigt sind). Doch ich traue dem Team Skylum an dieser Stelle viel zu, da ich den Eindruck habe das die Entwickler hochmotiviert sind hier wirklich den Platzhirschen in Zukunft die Stirn bieten zu können.

Was nocht nicht so gut läuft

Natürlich läuft bei einer so jungen Software noch nicht alles rund. Allen voran (und ich spreche hier nur von der Windows-Version) ist die Performance noch ein großes Thema, welches aber nach Rücksprache mit Skylum in naher Zukunft optimiert wird. In der Tat wird es auch von Update zu Update besser und der Support hört auch zu, wenn man als Kunde ein Anliegen hat. Das kenne ich bei anderen Herstellern anders!

Was in der aktuellen Version von Luminar 2018 ebenfalls noch auffällt ist, dass gewohnte Filterfunktionen aus Lightroom und Co. aktuell noch nicht in der Bibliothek vorhanden sind. Aber auch hier bin ich sehr optimistisch, dass dies noch in diesem Jahr in einem der kostenlosen Updates nachgeliefert wird.

Ein großer Unterschied zu Lightroom

Ein großer Unterschied gegenüber Lightroom fällt mir immer wieder im Bearbeiten-Modul auf, wenn ich an den Reglern drehe. Rein subjektiv betrachtet habe ich das gefühl, dass die Regler deutlich direkter und stärker sind. Bereits eine kleine Verschiebung eines Reglers kann schon sehr große Auswirkungen haben. Hier würde ich mir auch wünschen, dass durch das drücken der ALT-Taste die Sensibilität der Regler verringer wird, sodass man feiner mit dem Tool arbeiten kann. Im Zweifel geht es natürlich immer über die Eingabe von Werten.

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